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Festung Rein – Restaurierungsarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss

Seit Anfang 2018 wird in der Festung Rein an deren Restaurierung und originalen Wiederausrüstung gearbeitet. Zusätzlich wird ein Museum zur einst geheimen Widerstandsorganisation P26 eingerichtet. Jetzt stehen diese Arbeiten kurz vor dem Abschluss. Ab April 2020 kann die Festung durch Gruppen auf Voranmeldung besucht werden.
Die Festung Rein wurde in den Jahren 1939/40 als Artilleriewerk „Adlerhorst“ gebaut. Ihre Geschütze hatten den Auftrag, ein gegnerisches Vordringen auf der östlichen Aareseite in Richtung Wasserschloss Brugg zu bekämpfen. Das integrierte Infanteriewerk „Peter“ hatte Panzerabwehrkanone und Maschinengewehr auf den vorgelagerten Panzergraben und Drahthindernis gerichtet. 1943 und 1947 wurde das Artilleriewerk erweitert und modernisiert.


1988 wurde der Grossteil der Anlage zum Zentrallager S der geheimen Widerstandsorganisation P26 mit dem Decknamen „Schloss“ umgebaut. Es wurden luft- und wasserdichte Chromstahlbehälter mit Waffen, Munition, Sprengmitteln, Funkgeräten und Sanitätsmaterial für die Angehörigen der Widerstandsorganisation P26 eingelagert. Dieses Material wäre erst bei drohender Besetzung der Schweiz durch eine fremde Armee ausgegeben worden.


1990 wurde vor der Anlage Rein ein „Centurionbunker“ mit dem verbunkerten Turm mit 10,5cm Kanone eines Centurionpanzers gebaut. Es war die erste operationelle Anlage dieses Typs, von dem in der ganzen Schweiz noch zahlreiche weitere errichtet wurden und geplant waren.


Ab April 2020 kann die ganze Anlage durch interessierte Gruppen auf Voranmeldung (Tel 062 772 36 06 oder gruppenbesuche@festungsmuseum.ch) besucht werden. Mit einer Führung durch die Anlage kann auch das komfortabel eingerichtete Auditorium für Präsentationen, Events oder Apéros gebucht werden.