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Neuheiten im Militärmuseum Full

Das Schweizerische Militärmuseum Full ist ab 1. April wieder geöffnet. Rechtzeitig auf den Saisonbeginn wurden die Ausstellungen überarbeitet, Unterhalts- und Reinigungsarbeiten an Exponaten und Gebäuden vorgenommen und eine neue Ausstellung eingerichtet. Auf einer grossen Ausstellungsfläche in der Haupthalle ist neu eine umfassende Ausstellung über Munition der Schweizer Armee zu sehen. Gezeigt werden Munition der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen, der Artillerie, Panzertruppen und Panzerabwehr. Neben Munition aller Kategorien von Minenwerfern sind auch verschiedene Typen von Flugzeugbomben ausgestellt. Die grosse Munitionsausstellung bietet eine wertvolle Ergänzung zur vorhandenen Ausstellung aller Waffensysteme, welche die ausgestellte Munition verwendet haben.
 
Neu in der Panzer-, Geschütz- und Fahrzeughalle wird erstmals ein legendäres britisches Feldgeschütz aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gezeigt, eine 25-pdr - Kanone auf Radkranz, auf dem sie bis zu 360o gedreht werden konnte.

 

Militärmuseum Full erwirbt Panzer T-72M

Seit einiger Zeit steht im Militärmuseum Full ein Panzer T-72M des Warschauer Pakts aus tschechoslowakischer Fertigung bisher als Leihgabe eines deutschen Sammlers. Das Museum hat diesen Panzer nun auf Saisonbeginn 2016 käuflich erworben. Mitte April wurden an diesem Panzer durch Mechaniker eines befreundeten Panzermuseums in Polen grosse Unterhaltsarbeiten ausgeführt und abgenützte sowie defekte Teile (z. B. Laufräder) ersetzt. Der neu im Museumsbestand stehende T-72M wird am Panzerweekend vom 2./3. Juli vorgeführt und steht dann auch für Passagierfahrten zur Verfügung.

Neue Ausstellung Feldzeichen Grenzbrigade 5
Feierliche Eröffnung am 2. April 2016

Am 2. April 2016 eröffnete das Schweizerische Militärmuseum Full die neue Ausstellung Feldzeichen der Grenzbrigade 5 mit einer feierlichen Vernissage. Regierungsrat Alex Hürzeler und alt Ständerat Thomas Pfisterer sowie Vereinspräsident Thomas Hug sprachen zu den rund 80 geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Armee und hoben dabei die grosse Bedeutung der neuen Ausstellung für den Kanton Aargau hervor. Die 35 ausgestellten Bataillonsfahnen und Kompaniestandarten wurden dem Museum leihweise vom Kanton Aargau zur Verfügung gestellt. Sie repräsentieren die Aargauische Grenzbrigade 5, die von 1938 bis 1994 bestand und den rund 34 km langen Grenzbereich am Rhein von Stein bis Rümikon zu verteidigen und einen gegnerischen Stoss ins „Wasserschloss“ bei Brugg zu verhindern hatte.

Die neue Ausstellung befindet sich im Geschützsaal im ersten Stock des Militärmuseums.

Winterarbeiten im Militärmuseum

Seit Anfang November 2015 treffen sich jeden Samstag 10 bis 20 Museumshelfer/-innen zu den Winterarbeiten im Militärmuseum. Für jeden finden sich interessante Arbeiten entsprechend seinen persönlichen Fähigkeiten und Neigungen. Während die einen bereits Ausstellungsstücke für die neue Museumssaison reinigen und konservieren, erledigen andere Unterhaltsarbeiten an Fahrzeugen und Geräten vom Fahrrad bis zum Kampfpanzer und an den Museumsgebäuden. Spezialisierte Helfer und ganze Teams führen Restaurierungsarbeiten aus. Nebst dem Grossprojekt Tiger II (Königstiger) werden ehemalige Fahrzeuge der Schweizer Armee wie ein Geländelastwagen Ford Canada und ein Schützenpanzer Universal Carrier von Grund auf detailgetreu restauriert. Ein dem Museum geschenkter 10-Zylinder Motor aus der Produktion der Firma Mowag in Kreuzlingen und ein Teil der Frontpanzerung eines Tiger II erhalten neue Anstriche. Vergleichsweise leichte Restaurierungsarbeiten mussten an einer auf dem Tauschweg erhaltenen Protze zur 8,4cm Feldkanone 1880 vorgenommen werden. Anschliessend konnte dieses Stück bereits in die Ausstellung integriert werden.

 

8,4cm Feldkanone Krupp Modell 1880
mit der neu dazugekommenen Protze

Willi Klauser und Harald Ketterer
bei der Demontage des rechten
Vorgeleges des Tiger II

Bernd Kubiak beim Einbau von
Pedalwerk und Lenkung am
Fahrerposten des Tiger II

Ende 2015 erhielt das Militärmuseum ein neues Ausstellungsstück ganz besonderer Art. Während das Museum bereits seit Jahren im Besitz einer originalen deutschen Flugbombe V-1 aus dem Jahr 1944 ist, konnte nun die äusserst seltene Variante einer bemannten V-1 erworben werden. Das Gerät „Reichenberg“ Fi 103 Re-4 war Ende 1944 in einigen Versuchsmustern zu Testzwecken erbaut worden. Das von einem Piloten gesteuerte Flugzeug war dafür bestimmt, als Selbstmordwaffe mit einer Sprengladung auf wichtige gegnerische Objekte gesteuert zu werden. Es blieb aber lediglich bei Testflügen und von „Kamikazeeinsätzen“ wurde abgesehen. Insgesamt wurden weniger als 200 dieser Flugzeuge zu Test- und Einsatzzwecken gebaut. Beim Gerät „Reichenberg“ des Militärmuseums handelt es sich um eine der nur sechs weltweit noch bekannten Originale dieses Typs. Die im Museum neu ausgestellte Variante „Wasserläufer“ mit einer 38 cm Marinegranate der Bismarckklasse im vorderen Teil des Rumpfs war zur Bekämpfung von Seezielen bestimmt. Das originalgetreu restaurierte Gerät „Reichenberg“ mit der Werknummer 27 ist auch im Innern vollständig ausgerüstet.

 

Der Rumpf des Geräts „Reichenberg“
schwebt am Kran zum Ausstellungsstandort.
Darunter die bereits seit einigen Jahren im
Museum ausgestellte unbemannte Flugbombe V-1