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Restaurierung der Anlage Rein macht grosse Fortschritte


Der Verein Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal hat kürzlich nebst zahlreichen anderen militärhistorischen Anlagen auch das ehemalige Artilleriewerk Rein (Gemeindegebiet Rüfenach/AG) erworben. Diese Anlage wurde in den Jahren 1939-43 als Artillerie- und Infanteriewerk gebaut. 1988 wurde die Festung zum Materiallager “Schloss” für die geheime Widerstandsorganisation P26 umgewandelt.

Die Restaurierungsarbeiten der Anlage laufen auf Hochtouren. Die ehemaligen Geschütz- und Maschinengewehrstände sind restauriert und mit den originalen Waffen mit Zubehör und Einbauten wieder voll ausgerüstet. Erfreulich ist insbesondere, dass die beiden verschiedenen Typen von 7,5cm Geschützen auf Hebel- und Ständerlafette gefunden und bereits eingebaut werden konnten. In einem Lagerraum für Material P26 sind die originalen Gestelle mit den wasser- und luftdichten Chromstahl-Lagerbehältern wieder eingebaut worden. Nach Einrichtung eines Museums zur Widerstandsorganisation P26 wird die Festung Rein voraussichtlich ab Anfang der Museumssaison 2019 für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Panzertor nach Jahrzehnten wieder geöffnet…

Das Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal hat kürzlich die ehemalige militärische Anlage A 3871 , Beobachtungsbunker „Hinterrein“, auf dem Gebiet der Gemeinde Rüfenach vom Bund käuflich erworben. Der Treppenabgang zur Anlage war nach deren Ausserdienststellung mit einem 1,5 Tonnen schweren Betonblock verschlossen worden. Nachdem der Block mit einem Kran entfernt worden war, wurde ein betonierter Gang zu einer verschlossenen Panzertüre sichtbar. Am 5. April 2016 gelang es den Vereinsmitgliedern Heinz Baer und Fred Härdi, diese Tür mit einem grossen Bund möglicher Schlüssel und viel Kriechöl zu öffnen. Erstmals nach Jahrzehnten konnte die zweistöckige Anlage wieder betreten werden.
Im Innern bot sich ein interessantes Bild. Alle Stahltüren und –leitern sind, wenn auch stark verrostet, noch vorhanden. Im Untergeschoss befindet sich ein Schlafraum mit noch erhaltenen Holzbetten.
Die Anlage war 1939/40 als Beobachtungsstelle der mit 10,5cm Kanonen ausgerüsteten „Schweren Kanonen Abteilung 15“ mit Stellungsraum auf dem Bruggerberg (ein voll ausgerüsteter Geschützbunker dieser Batterie befindet sich in restauriertem Zustand im Eigentum des Museums) gebaut worden. Eine Tafel an der Anlage verweist auf den Ersteller. Damals wusste man noch nicht, wann der Krieg enden würde, und schrieb lediglich „Grenzbesetzung 1939 -4“.
Die wieder frei gelegte Anlage wird im Laufe des Jahres 2016 vom Anlagebetreuer Fred Härdi restauriert und für die Besichtigung interessierter Gruppen zugänglich gemacht.

 

 

 

Arbeitseinsätze

Es treffen sich nach Möglichkeit jeden Samstag diverse Helfer/innen zu gemeinsamen Arbeitseinsätzen an den Militärhistorischen Anlagen. Jeder wird nach seinen Fähigkeiten entsprechend eingesetzt. Neue Helfer/innen werden von  erfahrenen Kollegen/innen instruiert. Neben Unterhaltsarbeiten an den Anlagen ist auch die Umgebungspflege eine wichtige Aufgabe.





Die Wiederinstandsetzung von neu übernommenen Anlagen ist ein weitere Aufgabe, welche im Ressort Militärhistorischen Anlagen übernommen wird.

 

 

 

 

 

 

 



Geländepanzerhindernis (GPH) in der Gemeinde Leuggern

Der Unterhalt durch die Betreuer und Betreuerinnen der Militärhistorischen Anlagen kann für das Aussengelände zum Teil sehr aufwendig sein. Ein Beispiel ist das Geländepanzerhindernis (GPH) in der Gemeinde Leuggern. Der permanente Unterhalt wurde während zweier Jahre auf Sparflamme gehalten.
Somit hat sich die Natur das Gelände zurückerobert mit Dornen und Sträuchern. Unsere  Oldie-Equipe hat sich nun nicht mit Dschungelmessern sondern mit zeitgemässen Motorsensen durch das Labyrint gekämpft und eine besuchergerechte Situation erstellt.